Art Brut Biennale Hengelo



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zur Kunstmesse 2009/2011

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Franz Huestedde

Geboren 1935 in Ahlen lebte seit 1981 im Haus-Kannen gestorben 1993 Franz Huestedde sagte eines Tages: „Ich komme jetzt auch zum Malen zu dir!" Ganz seiner Art entsprechend suchte er sich seinen Weg zum eigenen Ausdruck. Ein Hauptmotiv kristallisierte sich schnell heraus: Den gelernten Zimmermann interessierten insbe¬sondere Bauwerke. Es entstand eine Fülle von Bildern mit Häusern und Palästen, phantastische, selbstentworfene und von der Realität ausgehende. Zentrale Stellung in Franz Huesteddes Werk nimmt eine über hundert Blätter umfassende Serie ein, die vonLegers Bild „Winterlandschaft". In diesem Bild fand Franz Huestedde die wichtigsten Aspekte seiner künstlerischen Arbeit wieder: Das Organische, Gewachsene und das Konstruierte, Gebaute, Architektonisches und Vegitabiles. Souverän variierte er das ursprüngliche Thema, verknüpfte es mit seiner Farb- und Formensprache und destillierte die für die Folgezeit für ihn wichtigste Form heraus: Den Kreis. Nach Jahren voller Vitalität und Schaffensfreude wurden ihm in den schweigsamen Jahren vor sei¬nem plötzlichen Tode die Kreise zum letzten großen Motiv, gleichsam als konzentrierte sich in ihnen all sein Schaffen. Vielfalt und Ton der Farben wurden zum Spiegel der inneren Befindlichkeit. Ihm, dem der Gebrauch des Wortes unmöglich wurde, waren die Bilder im Schweigen Möglichkeit zur Teilnahme und Kommunikation.