DeutschDeutschEnglishEnglish

Hans-Georg Kastilan

Münster

Dolomiten

LWL Museum für Kunst und Kultur, Münster

Zum Tod von Hans-Georg Kastilan (1927-2019)

Am 13. März starb Hans-Georg Kastilan im Alter von 92 Jahren auf dem Alexianer-Campus in Münster-Amelsbüren. Geboren 1927 in Insterburg/Ostpreußen, kam er nach dem Kriegsabitur zur Luftwaffe und arbeitete dann später bei der Wehrmacht. 1946 erleidet er mehrere Zusammenbrüche und wurde in verschiedenen Einrichtungen untergebracht. Seit 1951 lebte Kastilan im Wohnbereich auf dem Alexianer-Campus.

Kastilan war Zeit seines Lebens künstlerisch tätig und notierte Gedankenreisen in Serie. Der Umfang richtete sich nach der Anzahl der Zeichenblätter, die er sich vor dem Malen zurechtlegte. Dabei entspricht jedes Blatt einer Reisestation. Auffällig in seinen Arbeiten ist das Prinzip der Wiederholung. Dieses taucht nicht nur in der Reihenfolge der Reisestationen und der Farbwahl auf, sondern auch in der symbolischen Verwendung von Zeichen für seine imaginären Städte.  Meist ist es der Doppelturm, der mit „Münster“, „Rom“ oder „New York“ überschrieben wird.

Seine Bilder wurden in den folgenden Gruppenausstellungen gezeigt:

1990 Stadttheater Münster, Münster
1996 Franziskanerkloster, Münster 
1996 Kulturwoche Grenzgänge, Franziskanerkloster, Münster 
1997 Skulpturenprojekt Münster, Outpost Münster 
1997 Outpost Münster De Stadshof, Zwolle NL Galerie Heerenplaats, Rotterdam NL 
1998 Galerie Heerenplaats, Rotterdam NL 
2000 Verkaufsausstellung, Kunsthaus Kannen, Münster 
2001 CreArt, Kulturfestival, Düsseldorf                                                                                                2015 Ausstellung  „Die Sammlung“ , Kunsthaus Kannen

 

Seit 2018 präsentiert das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster im Sammlungsbereich der Gegenwartskunst 15 Zeichnungen von Hans-Georg-Kastilan. Der Künstler definiert mit Hilfe von Häusern, Bäumen und Ortsbeschreibungen Reisestationen wie "Groningen", "Park/See" oder "Urwald", die in ihrer Wiederholung und Aneinanderreihung das Thema der Bewegung und der Grenzen aufnehmen.

 

 

Literatur:

Das Kunsthaus Kannen Buch, Kunst der Gegenwart – Art Brut und Outsider Art

Herausgeber Alexianer Münster GmbH im Kerber Verlag, 2016