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Robert Burda - Faschingsspiele

Robert Burda - Ernte

Bruder Christophorus und Bewohner bei der Heuernte um 1960

Bild der Ausstellungseröffnung

Meine Alte Zeit 

Die Psychiatriegeschichte in den Zeichnungen Robert Burdas.

 


Ausstellungsdauer: 03. Juli - 16. Oktober 2022

 

Mit akribischer Faszination für Details zeichnet Robert Burda seine Lebensgeschichte auf. 1942 geboren, verbrachte er seine Kindheit und Jugend in Bremen-Blumenthal, wo ihn die Straßenbahn, Busse und Schiffe besonders interessierten. Seine Motive zeichnet Robert Burda mit technischer Genauigkeit und versehen mit Beschreibungen, die einen Einblick in seine Innenwelt erlauben. Schon in jungen Jahren hatte er immer wieder Aufenthalte in psychiatrischen Einrichtungen, in denen er seine Umgebung und seine Arbeit zeichnerisch dokumentierte. Er zeichnet die Schlaf- und Essenssäle aus der Vogelperspektive um nicht nur sich, sondern auch andere im Raum zu verorten. Seit 1968 lebt Robert Burda im Wohnbereich der Alexianer in Münster und hat auch hier seine Welt auf Papier gebannt. Betrachtet man seine Bilder aus historischer Perspektive erkennt man in ihnen dokumentiert die allmähliche Reform der Psychiatrie. Die menschenunwürdigen Umstände in Psychiatrien nach Ende des Krieges und die langsam anlaufenden Verbesserungen, werden oft aus der Perspektive der Reformer erzählt.

Doch was haben diese letztendlich im Leben der Betroffenen verändert?

In den Bildern, in denen Robert Burda von seinem Leben erzählt, lässt sich eine Antwort auf diese Frage entdecken. Seine Bilder erzählen von großen Bettensälen während der Nachkriegszeit, die er noch selbst erlebt hat und von der liebevollen Beziehung zu seiner Mutter, die trotz des Stigmas, mit dem geistige Behinderungen belegt waren, zu ihm gehalten hat. Man erkennt in den Bildern aber auch erste Verbesserungen der Lebensverhältnisse und die allmähliche gesellschaftliche Anerkennung psychisch kranker und geistig behinderter Menschen. Indem Robert Burda uns einen Einblick in sein Leben gewährt, nimmt er uns mit in die Geschichte einer gesellschaftlichen Reform.

 

Der kleine Katalog über die Werke von Robert Burda ist für 8 € zu erwerben.

Eine weiterer Katalog über die Geweinner*innen des EUWARD ein Kunstpreises für Künstler mit geistiger Behinderung, den Robert Burda 2004 gewann, kostet 8 €.

Im großen Kunsthaus Kannen Buch, welches für 35 € zu kaufen ist, gibt es ebenfalls einen Beitrag zu Robert Burda und in dem Dokumentationsfilm auf der CD "Künstler im Kunsthaus Kannen" ist Herr Burda bei der Arbeit zu beobachten. Die CD ist für 8 € zu erwerben.

Alle Beiträge zu Robert Burda sind auch in der Ausstellung einzusehen.

 

Infoflyer(PDF)

Fotogallerie

WN Artikel 5. Juli

WN Artikel 26. August

 

Weitere Medien zum Thema der Ausstellung:

 

Filmaufnahmen um 1960 Sommerfest im Haus Kannen mit dem Schützenverein Amelsbüren

Ausstellung "Brutale Realitäten" des LWL

Ausschnitt aus einem WDR-Fernsehbericht von 1963 über Resozialisierung von Kranken in den Landeskrankenhäusern des LWL

Filmausschnitt „Bremens kranke Seelen“ von 1967