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Bernhard Pfitzner

*1952, Dortmund

Seine geistige Behinderung wurde im Kindesalter nicht erkannt, er lebte in einem Waisenhaus. 1958 nahm sein Pflegevater, der ihn zunächst für taubstumm hielt, zu sich. Von ihm wurde Pfitzner betreut und gefördert, jedoch besuchte er keine Sonderschule oder hatte irgendeine andere Form der Beschäftigung. 1970 wurde er in eine Wohngruppe der Alexianer aufgenommen.

Bernhard Pfitzner beschäftigt sich zurzeit besonders mit dem Kreieren von Papiercollagen. Regelmäßig durchsucht er den Papierkorb im Kunsthaus auf brauchbare Briefumschläge oder Ähnliches. Diese faltet oder reißt er und fügt sie anschließend mit Kleber neu zusammen, so entstehen neue Gebilde, die vor allem durch häufig verwendete rote Klebestreifen strukturiert werden.  In einigen dieser Werke glaubt man Häuser oder Jacken zu erkennen. Auch verwendet Pfitzner häufig Fotos,  zumeist von Krankenschwestern oder Menschen mit ähnlichem beruflichem Hintergrund, die er aus ausliegenden Broschüren ausschneidet. Diese überklebt er teilweise und gliedert sie in die Struktur der Papierschichten mit ein. Selten wird ein zeichnerisches Element beigefügt, welchem dann jedoch auch durch das Aufkleben kleiner Papierstücke eine intensivere Wirkung beigefügt wird.

 

Ausstellungen:

2016   Jahresausstellung, Kunsthaus Kannen, Münster

2017   Form, Farbe, Form, Kunsthaus Kannen, Münster