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Josef Schwaf

*1928, Altenberge  †2002, Münster

Aufgrund einer psychischen Erkrankung wurde Schwaf 1960 bei den Alexianern im Haus Kannen aufgenommen. Seit 1989 zeichnete und malte er regelmäßig. Typisch für Schwafs Darstellungsweise ist, dass er seine Blätter vollständig ausfüllte und die kräftigen Farben und die Dichte der Wachsmalkreide auf eine expressive Art zu nutzen verstand. In seinen Bildern wiederholte er gerne bestimmte Motive wie Häuser und Figuren, aber auch Gestaltungsmuster wie Striche, die sich zu einem Gitter zusammenfügen, und Punkte oder Kreise, um eine Struktur der Fläche zu erreichen. Hell-Dunkel-Kontraste sind ebenfalls Merkmale seiner Arbeiten. Charakteristisch für seine Bilder ist die Mischung aus einer relativ naturalistischen Wiedergabe und den geometrischen Konstruktionen der Figuren und Objekte, die Leitern oder Gerüsten ähneln. Die tiefschwarzen Konstruktionen stehen in starkem Gegensatz zum gepunkteten Hintergrund, welcher durch eine lebendige Farbigkeit und luftige Offenheit bestimmt wird. Beeindruckend ist, wie es Schwaf gelungen ist, einen Mittelweg zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion zu finden.


Ausstellungen:

1995   Haus Kannen Künstler, Rathaus/Friedenssaal, Münster 

1997   Kunst im Format, De Stadshof, Zwolle/ NL 

1997   Skulpturenprojekt Münster, Outpost, Münster 

1997   Creart 97, Messehallen Düsseldorf 

1998   Haus Kannen Künstler, Turm Galerie, Hochheim 

1998   Verkaufsausstellung, Kunsthaus Kannen, Münster 

1998   "Kopf an Kopf", Kunsthaus Kannen, Münster 

1999   "Kopf an Kopf", Bonifatiushaus, Fulda

2017   Form, Farbe, Form, Kunsthaus Kannen, Münster