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Friedrich Wilhelm Koch

*1929, Homberg  †2013, Münster

 

Nachdem er in München ein Jura-Studium begonnen hatte, erkrankte er an Schizophrenie und kam in psychischer Behandlung. Nach verschieden Klinikauftenhalten wurde er 1958 bei den Alexianern aufgenommen, wo er bis zu seinem Tod lebte. Seit 1984 fiel er durch seine künstlerische Begabung auf und gehörte seitdem zu den Haus-Kannen-Künstlern.

Friedrich Koch zeichnete seit Jahren und besaß ein umfangreiches Schaffenswerk. In erster Linie arbeitete er auf Papier mit Kreide oder Tempera. Aus Kunstbänden oder Zeitschriften wählte er seine Motive aus, meistens waren es Bilder von den bekannten Malern: Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Toulouse Loutrec und August Macke. Er arbeitete ruhig, entschlossen und schnell an seinen Zeichnungen. Mit klaren, sicheren Linien erfaßte er das Motiv und legte sanfte, farbige Kreideschichten darüber, so daß die weiblichen Figuren, Gesichter und Landschaften in einen zarten Licht erschienen. Friedrich Koch sagte zu seinen Bildern: “Ich schreibe kein Datum! Die Bilder sind zeitlos, unabhängig von Zeit und Raum.“

 

 

Ausstellungen:

1987   Kolpingwerk, Coesfeld

1990   Stadttheater Münster,

1994   Stadtbücherei, Münster

1996   Jahresausstellung, Kunsthaus Kannen, Münster

1997   Creart 97, Reha-Messe Düsseldorf

1997   Galerie Heerenplaats, Rotterdam